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Nic's Review

oder auch: Wie man (oder besser frau ;-) ) Outlander erlebt

Lest jede Woche Nic's lebendige Zusammenfassung der neuesten Folge Outlander

 

 

 
 
09.01.2019

Staffel 4 - Episode 10 - The Deep Heart's Core

 
 
 

Wieder eine Woche um und wieder Zeit für neuen Senf. Viertletzte Folge von Staffel 4. Dabei hat die Staffel doch gefühlt gerade erst angefangen.

Morgens in Fraser's Ridge. Bree ist in Gedanken vertieft, als Jamie – mit schicker Herrenhandtasche im 18th century style – um die Ecke kommt. Jamie hat einen Verband um die Hand und Bree will wissen, was passiert ist. Nur ein kleiner Unfall in der Destille... joa, so kann man „Hab Roger das Gesicht zu Brei gehauen“ auch nennen. 

Jamie rückt mit der Sprache raus, dass Claire ihm erzählt hat, was Bree passiert ist und Jamie will wissen, ob sie den Mann kannte, was Bree verneint. Jamie will nach seinen Fallen gucken und fragt Bree, ob sie ihn begleiten will, was sie mit einem leichten Nicken bejaht. Bree hat wieder Hosen an. Wundert mich, dass das bisher noch nie thematisiert wurde. 

Bree möchte wissen, ob Jamie sie hasst. Eine unverheiratete, schwangere Tochter wird wohl nicht das sein, worauf er gehofft hatte. Jamie meint, wieso sollte er schlechter über sie denken für etwas, wofür sie nichts kann. Er steht zu ihr und er wird schon dafür sorgen, dass sie verheiratet wird. Bree will aber nicht verheiratet werden. Aber Jamie meint, mit einem Kind unterwegs muss sie heiraten. Bree meint, geht nicht, weil sie jemand anderen, in ihrer Zeit, liebt auch wenn sie nicht sicher ist, ob er sie, nach dem, was passiert ist, überhaupt noch will. Jamie meint, wenn er ein ehrenhafter und anständiger Mann ist, wird er sie noch wollen und falls nicht, hat er sie sowieso nicht verdient. Und Jamie würde selbst durch die Zeit reisen um ihm das zu sagen. Na, als ob das so einfach ist, Mr. Fraser. 

Bree macht sich Vorwürfe, dass sie Bonnet in den Nebenraum gefolgt ist. Sie hätte das alles verhindern können. Jamie meint, dass es nicht ihre Schuld ist. Bree meint, sie hätte mutiger sein, mehr kämpfen müssen. Jamie versucht ihr dies erst auszureden, aber dann stimmt er ihr auf einmal zu. Vielleicht wollte sie es ja, vielleicht lügt sie ja und es war gar keine Vergewaltigung, sie wäre nicht das erste Mädel, dass einen Fehler macht und anschließend versucht, ihn zu verheimlichen. Vielleicht hat es ihr ja auch gefallen. Bree kann nicht glauben, was sie hört. Sie holt aus und will Jamie eine runterhauen, aber er hält ihre Hände fest, packt sie in einen Würgegriff und fixiert sie. Jamie meint mit ganz gelassener Stimme – auch wenn sein Gesicht etwas anderes sagt – dass er hier und jetzt ihr Leben beenden und ihr den Hals brechen könnte. Ob sie ihn stoppen könnte, will er wissen. Nein, das könnte sie nicht. Und Bree erkennt, welche Lektion ihr Vater ihr vermittelt hat. Es verlangt Mut, nicht gegen anzukämpfen, meint Jamie, und wenn sie mehr gegen angekämpft hätte, hätte er (also Bonnet) sie wahrscheinlich umgebracht. Bree fragt Jamie, ob er sich gegen Jack Randall gewehrt hat. Jamie ist offenbar überrascht, dass Bree davon weiß. Bree meint, dass Claire ihr erzählt hat, was in Wentworth passiert ist. Bree fragt nochmal, ob Jamie sich gegen Randall gewehrt hat. Nein, denn er hatte sein Wort gegeben, sich nicht zu wehren, um Claires Leben zu retten und er würde das selbe wieder tun. 

Bree fragt sich, ob es helfen würde, wenn sie den Mann, der ihr das angetan hat, töten würde. Jamie fragt sie, was sie denn meint dadurch zurück zu bekommen. Bree meint, dass Claire ihr von dem Duell in Paris erzählt hat, in dem Jamie versucht hat, Jack Randall zu töten. Was wollte er dadurch zurück bekommen? Antwort: Seine Ehre. Bree fragt, ob er meint, dass es ihre Ehre nicht wert sei, dass sie sie zurück bekommt. Nicht, wenn sie sich dabei umbringt, wenn sie so etwas Dummes versucht. Jamie erzählt, dass er Randall am Ende doch umgebracht hat. Er ist in Culloden auf dem Schlachtfeld aufgewacht und Randalls Leiche lag auf ihm. Hat es geholfen, will Bree wissen. Jamie schüttelt leicht den Kopf. Am Ende war es gar nicht mehr wichtig, da er nur einer von vielen Toten auf dem Schlachtfeld war. Letztlich hat Jamie Randall Gott überlassen. Bree meint, dass sie sich vorstellt, wenn er tot wäre, sie alles vielleicht vergessen könnte. Diese Illusion muss Jamie ihr leider nehmen. Die Zeit heilt die Wunden, aber vergessen wird sie es nie. Ach, was ein tolles Vater-Tochter-Gespräch. 

Eine Gruppe Mohawk reitet durch den Wald und an ein Seil angebunden trotten Roger und noch ein anderes Bleichgesicht – das in sehr viel schlechterer Verfassung ist als Roger - hinterher. Oh man Roger, siehst Du scheiße aus! Rogers Leidensgenosse klappt zusammen, Roger versucht ihm zu helfen, verlangt nach Wasser und kriegt wieder eine verpasst. Wieder schön auf's Auge, ist ja auch noch nicht genug mitgenommen. Autsch. 

Es wird Abend, die Indianer sitzen am Feuer und erzählen Geschichten, Roger und sein Leidensgenosse sitzen etwas abseits, angebunden an einen Baum. Roger macht Knoten in ein dünnes Stück Strick, um nicht den Überblick über die Tage, die er unterwegs ist, zu verlieren. Bereits eine Woche, seit er an die Bastarde verkauft wurde. Na na na Roger, Du bist Historiker und gerade Zeuge von etwas, was Du sonst nur aus Büchern kennst, sei doch mal etwas dankbarer ;-) 

Roger lässt seinen Mitgefangenen Caleb wissen, dass es Dienstag ist. Der will wissen, wieso Roger das so wichtig ist, welchen Sinn das hat. Roger meint, damit er weiß, wie lange es gedauert hat, um da anzukommen, wo sie hingebracht werden. Sie würden ca. 10 Meilen am Tag schaffen und sie sind in Richtung Norden unterwegs. Er schaut nach Wegmarkierungen um diese für seinen Rückweg zu kennen. Sein Baumkumpel will wissen, ob Roger wirklich meint, dass er das überleben wird, woraufhin Roger meint, dass er das muss, dass er so nicht sterben kann, nicht da und jetzt. Er wird fliehen, er muss zurück zu seiner Frau. Der andere Typ fängt an zu lachen und meint, dass Roger einen längeren Strickt braucht, was Roger fast in Tränen ausbrechen lässt. *schnief* 

Zurück in Fraser's Ridge. Mutter und Tochter sitzen am Feuerchen und führen ein ernstes Gespräch. Claire bietet Bree die Option einer Abtreibung an und zeigt ihr die Risiken auf. Wenn Bree sich dafür entscheidet, dann muss es bald passieren, solange der Fötus noch klein ist. Das ist auch eins der Gespräche, die eine Mutter sicherlich niemals mit ihrer Tochter führen will. Aber von solchen Gesprächen hatten Bree und Claire die letzten Tage ja so einige. Bree will von ihrer Mutter wissen, ob sie jemals an Abtreibung gedacht hat. Niemals. Bree grübelt und möchte von Claire wissen, ob die Möglichkeit besteht, dass es doch Rogers Kind ist, was Claire bejaht. Claire meint, wenn sie dieses Baby behalten und zurück zu ihrem Leben, zu Roger, will, dann muss sie jetzt gehen. Das überrascht Bree und sie will wissen warum. Claire erklärt ihr, dass man sehr wohl schwanger durch die Steine gehen kann, wie man ja an ihr sieht. Aber mit einem Baby im Arm ist Claire nicht sicher, was passiert. Vielleicht schafft das Kind es nicht oder bleibt dort, während Bree geht oder es landet ggf. ganz woanders. Bree erkennt, dass egal, wie sie sich entscheidet, sie sich jetzt, also sehr bald, entscheiden muss. 

Alltag in Fraser's Ridge. Bree holt Wasser, Jamie heimwerkert und Young Ian springt Bree mit den Wassereimern zur Seite. Jamie merkt an, dass Ian vernarrt in Bree ist, woraufhin Bree leicht entsetzt meint, dass er ihr Cousin ist. Jamie will wissen, ob man in ihrer Zeit nicht auch in seinen Cousin vernarrt sein könne – nein, eher nicht. Bree meint, dass Ian niedlich ist und es nett sei, einen Cousin zu haben, da sie noch nie einen hatte. Jamie und Brianna schauen zu Claire, die in ihrem kleinen Garten den Boden hackt. Bree meint, dass ihre Mutter mit sich im Einklang zu sein scheint. Jamie bejaht dies und meint, dass sie dort in ihrem kleinen Garten Wurzeln schlagen würde, wenn sie es könnte, worauf Bree ihn etwas geschockt ansieht. Genau das gleiche hat ihr Vater – also Frank – auch immer gesagt. Und wieder dieser leicht gekränkt-irritierte Gesichtsausdruck bei Jamie, wenn Bree von „my father“ spricht, aber natürlich Frank meint. Bree erzählt, dass Frank Scherze darüber gemacht hätte, dass Claire sie beide eines Tages verlassen würde um alleine im Wald zu leben. Was sie ja auf eine Art gemacht hat, nur dass sie halt nicht alleine wäre. Jamie meint, dass Bree denken muss, dass es seine Schuld sei, dass Claire sie verlassen hat, vor allem nach dem, was ihr passiert ist um sie zu finden. Bree verneint dies, sie sei froh, dass Claire das getan hat. Außerdem sei Bree auch dorthin gekommen, um ihn zu finden. 

Der Alltag geht weiter, man kümmert sich um die Tiere, tauscht Dinge mit den Indianern, hat gemeinsame Abendessen... es wirkt alles sehr harmonisch. Wenn da nicht dieser Schatten wäre, der über Bree hängt und der sie immer wieder in Gedanken verloren dastehen lässt. So auch beim Wäscheabnehmen mit Claire, die dies natürlich bemerkt, lenkt Bree mit einem kleinen Spielchen ab, wo sie Dinge aufsagen, die sie aus ihrer Zeit vermissen. Über Hamburger und Cheeseburger zu Peanutbutter/Jelly-Sandwiches und Aspirin geht es zu Led Zeppelin, jederzeit Musik hören können bishin zur Toilettenspülung. Claire gibt ihrer Tochter einen Kuss und meint, dass es gut ist, sie dort zu haben. Hach, es könnte so schön sein... 

Nachts hat Bree einen Albtraum. Roger sitzt an ihrem Bett, sie erzählt ihm, dass sie schwanger ist, aber nicht sicher ist, ob es von ihm ist. Da wird Roger zu Bonnet, der meint, dass er doch hofft, dass es sein Kind ist, weil er schon immer Vater werden wollte und dann stürzt er sich auf Bree. Bree kämpft gegen ihn an und wird schließlich von Lizzy geweckt. Lizzy beruhigt sie, dass es nur ein Albtraum gewesen sei. Lizzy – das Mädel spielt ja wirklich nicht schlecht, aber mir ist sie trotzdem zu groß und vor allem viel zu erwachsen – versichert Bree, dass der Mann ihr nichts mehr tun kann, sie ihr dies versprechen kann. Bree will wissen, was Lizzy ihr verschweigt und dann rückt sie mit der Sprache raus, dass der Mann, der sie angegriffen hat, dort gewesen sei, sie Brees Da alles erzählt hat und Jamie den Mann dann verprügelt und Ian mit ihm fortgeschickt hat. Bree kommt ins Stutzen, woher Lizzy denn weiß, wie der Mann ausgesehen hat. Lizzy meint, sie hat ihn doch gesehen, als er sie vor der Taverne gepackt und weggezogen hat. Tja, Lizzy, nun biste am Arsch. 

Claire, Jamie, Murtagh und Ian sitzen beim Frühstück, man redet über den Whisky, der bald fertig sein wird und da geht die Tür auf, ein Unwetter namens Brianna kommt herein und will wissen, wo Roger ist. Auf diesen Zoff habe ich mich die ganze Woche gefreut! Lizzy hat ihr erzählt, dass Roger da gewesen sei und Jamie ihn verprügelt hat. Claire meint, dass sie dachte, Roger sei zurückgegangen, was Bree auch dachte. Aber dem sei wohl nicht so und Bree will von Jamie wissen, was er mit ihm gemacht hat. Jamie ist ganz offensichtlich verwirrt und fragt sich, was zur Hölle vor sich geht und wovon seine Tochter redet. Claire fragt nach Jamies Hand und Bree wird klar, dass Lizzy die Wahrheit sagt. Murtagh verzieht sich lieber und will Young Ian gleich mitnehmen, aber da hat Bree was gehen, immerhin hängt der da auch mit drin. Claire will wissen, was Jamie getan hat. Na, nun erklär das mal, du schottischer Heißsporn. Ja, er hat den Mann verprügelt, aber wenn das Brees Historiker gewesen sei, dann wusste er es nicht und wenn er das getan hat, was Lizzy gesagt hat.... Bree meint, dass Lizzy sich geirrt hat und Jamie will wissen, ob er nicht mit ihr im Bett gewesen wäre. Bree, offenbar verwirrt, besorgt und sauer sagt erst nein, dann ja, und dass sie es aber gewollt hat. Sie wären „handfast“, hätten dann diesen riesen Streit gehabt und er wäre gegangen. Jamie ist schockiert, Bree ist also aus Lust mit ihm ins Bett, sie hätte gesagt, er hätte sie vergewaltigt. Jamie hätte den Mann fast umgebracht, weil er dachte, er würde ihre Ehre verteidigen und nun muss er feststellen, dass sie nur behauptet, alles wäre gegen ihren Willen geschehen, weil sie schwanger ist. Und zack, da klatscht es... aber keinen Beifall. Brianna hat ihrem Vater eine kräftige Ohrfeige verpasst. Bree schreit Jamie, den sie obendrein auch noch einen selbstgerechten Bastard nennt, ins Gesicht, dass sie sehr wohl vergewaltigt wurde, aber von jemand anderem. Er hat den falschen Mann verprügelt. Langsam scheint Jamie zu begreifen, auch Lizzy geht der Arsch auf Grundeis und Ian sieht aus, als würde es ihm gar nicht gut gehen. Tja, schöne Scheiße das Ganze. Jamie blickt zu Claire um sich zu vergewissern, ob das wahr ist, ein kurzes Nicken von Claire reicht, Jamie will sich entschuldigen, aber Bree hat nur ein hasserfülltes „Go to hell“ für ihn übrig. Jamie will es wieder gut machen und gibt Bree sein Wort als ihr Vater. Aber Bree unterbricht ihn, dass ihr Vater niemals solche Dinge wie Jamie zu ihr gesagt gesagt hätte, er sei ein guter Mann gewesen, nicht so ein Wilder. Rums, das hat gesessen und Jamie ist tief verletzt. Bree fällt ihrer Mutter erstmal heulend in die Arme und Ian will wissen, wer es denn dann war, der sie angegriffen hat und auch Jamie will wissen, wenn es nicht Roger war, wer dann. Ein kurzer Blick zwischen Mutter und Tochter, Claire holt den Ring aus der Tasche und legt ihn mit den Worten „It was him“ auf den Tisch. Nun weiß Jamie also, dass der Mann, der ihm alles, bis aus die Klamotten am Leib sowie Claires Ring gestohlen und einen seiner Ardsmuir-Männer vor Claires Augen umgebracht hat, auch noch seine Tochter vergewaltigt hat. Jippieh! Genau was man nach dem Missverständnis und Streit noch braucht. Bree will wissen, wo Roger ist und Ian sagt kleinlaut „Bei den Mohawk“ Das scheint selbst Jamie zu überraschen. Ian hat Roger an die Mohawk verkauft, woraufhin auch Ian sich eine heftige Ohrfeige einfängt. Ian versucht sich zu verteidigen, weil er ja dachte, er hätte Bree angegriffen. Aus dem Hintergrund kommt von Lizzy, dass es ihr ja so leid tut und Jamie haut in seiner Wut erstmal 'nen Stuhl um. Aber da rastet Bree nochmal aus: Jamie hat kein Recht wütender zu sein als sie, Ui! Zwei wütende Frasers sind nichts, wo man zwischen geraten will, das sieht man sehr eindrucksvoll. Bree will wissen, wo die Mohawk leben und Ian, mit blutiger Nase, erklärt, dass die nur auf der Durchreise gewesen wären. Claire weiss, dass die Mohawk weit nördlich im Staat New York leben: etwa 700 Meilen entfernt. Na wundervoll! 

Zurück bei Roger, sein Leidensgenosse hat's hinter sich und die Nacht nicht überlebt und Roger sieht auch nicht wirklich gut aus. Beim Aufbruch bekommt Roger die erfreuliche Info, dass man heute schneller reitet als am Vortag. Genau das, was er sicherlich hören wollte. 

Zurück in Fraser's Ridge will Bree wissen, ob die Mohawk Roger umbringen werden. Das hält Ian für eher unwahrscheinlich. Die Cherokee haben ihm erzählt, dass die Mohawk wild, aber ehrenhaft seien und auch Leute in ihren Stamm aufnehmen um diejenigen, die getötet wurden oder gestorben sind zu ersetzen. Ian erzählt, als er ihnen Roger überlassen hat, gaben sie ihm die Kette um seinen Hals, was Bree angewidert kommentiert indem sie fragt, ob das sein Preis gewesen wäre. Ian ist sichtlich verletzt wegen Brees Abneigung, kann sie aber sicherlich auch verstehen. Er meint, dass die Kette sie nun aber sicherlich zum Dorf führen wird, was Jamie auch meint. Jamie verspricht, dass Ian und er sie finden und alles, was er besitzt, Whisky, Ackerland, Geld für Roger eintauschen werden. Bree meint, dass er irre ist, wenn er wirklich glaubt, dass sie die beiden alleine nach Roger suchen lassen wird. Die beiden haben bereits genug Schaden angerichtet, sie gehen alle. Murtagh sieht nicht so aus, als ob ihn die Aussicht auf Schnitzel-Jagd durch die Prärie mit Freude erfüllt. Ian meint, dass sie über eine Woche Vorsprung hätten und es Monate dauern kann, ehe sie sie finden. Bree meint, dass sie dann halt schneller reiten müssen, worauf Jamie anmerkt, aber nicht mit einem schwangeren Mädel dabei, bis nach New York brauchen sie vier Monate oder länger. Claire nimmt Bree zur Seite und meint, dass Bree sich bisher noch nicht entschieden hat wegen des Babys. Bree meint, sie hat sich entschieden, sie wird es behalten. Claire will wissen, ob sie sicher ist, woraufhin Bree meint, dass es ja schließlich auch Rogers sein könnte, und selbst bei nur einer geringen Chance, dass es von ihm ist, wird sie es behalten. Nicht nur für Roger sondern auch für sich. Und falls es nicht Rogers sein sollte, wird sie es trotzdem lieben, sie weiß es. Claire meint, dass sie Bree helfen wird, das durchzustehen, aber Bree meint, dass Claire nicht da sein wird um ihr zu helfen. Claire ist irritiert, natürlich wird sie dort sein. Bree meint, dass sie mit Ian und Jamie gehen muss. Das letzte Mal, als Roger die beiden sah, haben sie ihn verprügelt und an die Mohawk verkauft. Er wird ihnen nicht vertrauen. Er braucht das Gesicht von jemandem den er kennt und vertraut. Bree meint auch, dass er sicherlich einen Arzt brauchen wird. Claire will nichts davon hören, sie wird Bree und Lizzy nicht alleine dort zurücklassen. Dann soll Claire sich etwas anderes einfallen lassen. Jamie kommt aus dem Hintergrund mit Tante Jocasta als Möglichkeit. Dort könnten Bree und Lizzy hin, da wären sie sicher. Ian meint, dass River Run in der falschen Richtung liegt, sie so die Mohawk nie einholen werden. Murtagh – der ja eh nicht so scharf auf die Indianer-Jagd war – meldet sich freiwillig um Lizzy und Bree nach River Run zu bringen, da er Jocasta ja eh noch von früher kennt. Jamie wird einen Brief schreiben und ihr alles erklären. Claire macht noch einen Versuch, aber Bree meint, dass sie alle Drei gehen und Roger zu ihr zurückbringen werden. Ende der Diskussion. 

Jamie will noch eine Erklärung von Claire, wieso sie ihm nicht gesagt hat, dass es Bonnet war. Aber Claire lässt ihn stehen. Tja Jamie, komme niemals zwischen eine Mutter und ihr Kind. Da hast dann selbst Du schlechte Karten. 

Jamie hat noch einen Spezial-Auftrag für Murtagh. Nachdem er Bree nach River Run gebracht hat, soll er nach Wilmington reisen, Stephen Bonnet finden und ihn zu Jamie bringen. Na wenn's sonst nichts ist. 

Es heißt Abschied nehmen in Fraser's Ridge. Claire fällt es mehr als schwer, ihre Tochter allein zu lassen, auch wenn sie weiß, dass es in River Run Hebammen geben wird. Bree hat Roger gezeichnet und Claire meint, es würde ihm sehr ähnlich sehen. Naja, da bin ich jetzt anderer Meinung. Claire will von Bree wissen, was sie Roger sagen soll. Sie soll ihm alles erzählen. Bree dachte, er hätte sie verlassen, aber er ist doch zu ihr zurückgekommen. Aber das Baby ist vielleicht nicht von ihm und er hat ein Recht, das zu wissen. Claire muss Roger zu Bree zurückbringen, was Claire mit einem energischen Nicken verspricht. 

Da fällt Ian noch etwas ein. Er ruft Bree zurück, nimmt seinen Hut ab und geht vor Bree auf's Knie um ihr einen Heiratsantrag, für den Fall, dass sie Roger nicht finden sollten, zu machen, was Jamie mit einem „Steh auf, Du Idiot“ kommentiert. Jamie verabschiedet sich von Bree indem er ihr verspricht, dass er Roger finden wird, dass er nicht ruhen wird, bis er ihn gefunden hat. Brianna kann Jamie nicht in die Augen schauen. Erst als sie ihm sagt, dass sie ihn auf den Schwur festnageln wird, schaut sie ihn an mit einen Blick, der töten könnte. Jamies Gesicht ist voller Schuld und Schmerz. Da steht seine Tochter vor ihm und hat nur noch Hass für ihn übrig. *seufz* Dabei kann er ja eigentlich nur bedingt etwas dafür. Und wieder einmal frage ich mich: Wieso scheißt eigentlich keiner Lizzy so richtig zusammen? Nö, die kriegt von Claire nur den Auftrag, gut auf Bree aufzupassen. 

Man sitzt auf, Murtagh und Jamie nicken sich nochmal zu und los geht’s. Und während die Frasers Fraser's Ridge verlassen um Roger zu suchen, trabt der nach wie vor an ein Pferd gebunden den Mohawk hinterher. Aber seine Kräfte verlassen ihn unübersehbar immer mehr. Man findet Wasser und Redcoat-Mohawk lässt Roger sogar auch mal was trinken. Wie freundlich. Aber die Freundlichkeit hält auch nur zwei Sekunden an. Roger ist fix und alle, kommt ins Straucheln und rutscht einen Abhang runter... und hängt dann an dem Strick an seiner Hand da. Die Mohawk versuchen ihn wieder hoch zu ziehen, aber seine Hand rutscht aus der Fessel und er rutscht den Abhang komplett runter. Unten angekommen wird sich aufgerappelt und ab durch die Mitte. Es wird auf ihn geschossen und dann geht die Verfolgungsjagd los. Es geht durch den Wald und letztlich kann Roger seine Verfolger abschütteln. Na, sollte das wirklich so einfach gewesen sein? 

Reisegruppe Murtagh kommt auf River Run an und wird von Ulysses begrüßt. Murtagh übergibt den Brief von Jamie,Ulysses erkennt sofort das Siegel und bittet Murtagh und Bree in den Salon, wo Jocasta am Feuer sitzt und strickt. Ulysses soll den Brief vorlesen, aber da kommt Murtagh ihm schon zuvor und erzählt was drin steht. Jocasta ist hoch erfreut Murtagh wiederzusehen. Man begrüßt sich und schwelgt in Erinnerungen. Bree rührt sich und der Boden knarrt, Jocasta bemerkt, dass da noch jemand ist und so stellt Murtagh Jocasta Brianna, die Tochter von Claire und Jamie, vor. Jocasta ist überrascht und fragt Ulysses, was der Brief noch so sagt, aber da ist Bree schneller, erzählt, dass sie schwanger und unverheiratet ist. Dass im Brief die Bitte steht, dass Jocasta sich, trotz der Schande, die dies vielleicht mit sich bringt, um sie kümmern soll, während ihre Mutter und Jamie den Mann suchen, mit dem sie „handfast“ ist und der vielleicht oder vielleicht auch nicht, tot ist. Ulysses bestätigt dies. Und damit heisst Jocasta Bree auf River Run willkommen. 

Roger stolpert durch den Wald, einen Hügel hinauf. Summt da etwas oder bilde ich mir das ein? Nein, es summt wirklich. Und das ist kein Bienenschwarm, sondern ein aufrechter Stein. Na Bravo! Roger kann sein Glück kaum fassen, es kann nach Hause gehen. Er kramt seine Edelsteine raus. Aber da fällt ihm dann noch was ein, da war ja noch was oder besser jemand. Da hat er sich bestimmt schon auf ne Tasse Tee mit Scones bei Fiona gefreut und dann fällt ihm ein, dass er ja eigentlich zu Bree muss. Was also tun? Den Stein in die Sicherheit nehmen oder doch zurück zu Bree? Rogers ausgestreckte Hand geht in Richtung Stein und immer dichter... und zack wird der Bildschirm dunkel und die Folge ist vorbei! NEIN!!!!!!

Himmelsackra! Das mit den Cliffhangern haben die da bei Outlander echt immer sehr gut drauf! 

In dieser Folge brillieren Richard Rankin und vor allem Sophie Skelton sowas von. Wer bisher noch Probleme damit hatte, Sophie die Brianna abzunehmen, sollte mit dieser Episode eigentlich auch überzeugt sein, dass sie Bree verdammt gut verkörpert. Richard bringt den verzweifelten Roger, den nur noch der pure Überlebenswillen vorantreibt, verdammt gut rüber. Vom geschniegelten Oxford-Professor ist – nicht zuletzt Dank reichlich Prügel-Make-Up - nichts mehr zu sehen. 

Cait verkörpert in der Folge – wie bereits auch schon in der letzten - eine sehr zurückgenomme, sehr stille, schon fast auf der Hut liegende Claire, die zwischen den Stühlen, also zwischen Jamie und Bree, sitzt. Schon sehr anders zu der sonst so resoluten, präsenten, fordernden Claire. Und dann Sam als das Pulverfass Jamie Fraser, das wieder mal mächtig explodiert. Dass seine Tochter genau so ein Pulverfass ist, bringt Sophie Skelton grandios rüber. Das Zusammenspiel von Sophie und Sam ist einfach klasse! Man erhält bei Outlander eine Charakterstudie nach der anderen. Was hier an menschlichem Verhalten und zwischenmenschlichen Beziehungen mit allem, was die Bandbreite der Gefühle, sowie Irrungen und Wirrungen, gezeigt wird, ist wirklich grandios. DG hat dies alles in ihren Büchern aufgeschrieben und die Serie setzt dies grandios ins Bild! 

Nun darf man gespannt sein, was uns in den restlichen drei Folgen noch erwartet. Im Buch wartet zumindest noch so einiges auf uns. Ich bin weiter gespannt und von Staffel 4 begeistert. 

Until then
Yours truly